PROJEKT 1                                                                                     PROJEKT 2

BIER?DECKEL?KUNST?                                                                                                    Aus rabenschwarz mach kunterbunt

                     

Zu Projekt 1: Im Oktober 2010 startete das von mir ins Lebengerufene Kunstprojekt.

Mitt diesem Kunstprojekt bezwecke ich, dass sich zahlreiche interessierte Kunstschaffende thematisch mit einem typischen Alltagsgegenstand auseinandersetzten sollen. Dabei bin ich auf den Bierdeckel als Gestaltungsmedium gestoßen.  Bierdeckel, weil diese ähnlich wie eine Leinwand als Materialgrund fungieren können. Sie sind leicht zu versenden und überall  erhältlich. Der Bierdeckel ist aus dem täglichen (Kneipen)Leben nicht mehr weg zu denken. Trotzdem fristet er ein trauriges Dasein als reine Nebensache zum eigentlichen Hauptdarsteller, dem Bier.

Das könnte auch anders sein und der Bierdeckel zum Hauptakteur werden. Kunst kann den als Werbeträger fungierenden Bierdeckel so aufwerten, dass er sogar zum Sammlerobjekt wird.

Interessant dabei ist die künstlerische Betrachtungsweise dieses Objektes. Deshalb rief ich Kunstschaffende auf meinem Kunstblog  auf, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Es gab nur eine Beschränkung bei dieser Disziplin. Die Grundgröße durfte nicht verändert werden. Jeder konnte bis zu vier Bierdeckel gestalten (bemalen, beschriften, bekleben, besticken etc.)

Über 100 Bierdeckel sind so zusammen gekommen. Die Entferntesten sind von einer Künstlerin aus Zürich bei mir eingetroffen.  Aber auch Kunstschaffende aus, Stuttgart, Aachen, Dortmund, Brandenburg und Bochum beteiligten sich an dem Projekt.

Am 31.12.2013 endet die Teilnahme an dem Kunstprojekt. Danach sind Wanderausstellung in Museen, Künstlerateliers und Galerien geplant.

Die Galerie Anschnitt in Dortmund zeigt das Kunstprojekt im September 2014 zur langen Nacht der Museen.

 

Zu Projekt 2:

Ich als Künstlerin spiele schon lange mit dem Gedanken, wie ich meine Heimatstadt Kierspe verschönern und bunter machen kann. Es sollte ein künstlerisches Projekt sein, mit dem sich die Bewohner der Stadt

kennen lernen und der Zusammenhalt der Menschen gefördert werden kann.

Von vorne herein war mir klar, ich wollte etwas finden, das einen typischen Teil Kierspes aufgreifen und eine möglichst große Anzahl Menschen zum Mitmachen begeistern würde.

Während einer Reise nach Berlin kam dann die Idee: so etwas, wie die Buddy-Bären, die an jeder Ecke in Berlin stehen, könnte es sein. Bei einer Fachtagung lernte ich die Künstlerin Anke Knoker-Kahner kennen, die in ihrer Heimatstadt Senden ein Projekt mit Schafen ins Leben gerufen hat.

Was lag da näher, als sich des Rabenvogels zu bedienen, der schon stolz aus dem Kiersper Wappen blickt?!Ideen zur Gestaltung schwirrten zahlreich in meinem Kopf herum.Ich fand einen Hersteller, der diese Tiere in einfarbigen Kunststoff herstellt.

Zunächst bestellte ich einzelne Exemplare dieser Gattung und griff zu Farbe und Pinsel, um aus diesem Rohling ein buntes Kunstwerk werden zu lassen. Der erste Rabe trägt viele Wahrzeichen von Kierspe auf seinen „Federn“: die Isenburg, Haus Rade, natürlich die Margaretenkirche und vieles mehr.

Nun möchte ich viele Menschen auf diese Aktion aufmerksam machen und zum Mitmachen auffordern. Es können einzelne Personen sein, die einen Raben gestalten, aber auch Kindergartengruppen, Schulen, Sportvereine, Altersheime, die mit ihren Bewohnern nicht nur die Raben, sondern ihr Leben bunt machen. (Durch die bereits bestehende Grundform ist eine Bearbeitung für kleine Kinder und Menschen mit Behinderungen kein Problem.)

Arztpraxen und Geschäfte können die Raben gestalten. Auch Firmen können ihren eigenen Firmenraben kreieren. Damit regen sie nicht nur den Teamgeist ihrer Mitarbeiter an, sondern  veranschaulichen ihren Kunden den Zusammenhalt und die Heimatverbundenheit der Firma.

Es geht in diesem Projekt darum, dass sich jeder beteiligen kann.

Ob gespachtelt, bemalt oder bestempelt, das Ergebnis wird immer schön, witzig oder originell ausfallen. Jeder Teilnehmer der Kunstaktion wird ein gleichberechtigter Teil des Gesamtkonzeptes sein. Das ist gerade für Menschen von Bedeutung, die auf Unterstützung angewiesen sind. Sie können bei diesem Kunstprojekt das tun, was alle anderen auch tun. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein enorm. Die Situation des „leeren Blattes“ entsteht erst gar nicht, weil die Grundform des Vogels schon vorgegeben ist.

Mit dem Projekt strebe ich ein ausgeprägtes WIR-GEFÜHL an und hoffe, dass sich viele Menschen daran beteiligen.   Ich möchte erreichen, dass sich möglichst viele Einrichtungen und Institutionen an dem Projekt beteiligen. Bisher erhielt ich zu meiner Idee ausschließlich positive und begeisterte Reaktionen.